GALLOP -
Special Guest auf der Color Fury Tour Part II
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| Gott schütze Aurich! - Denn ohne diese jährliche Schlammschlacht wäre das Kraftpaket Fury/Gallop (ist noch jemandem die doppelte Pferdereferenz aufgefallen?) nie zustande gekommen. Nach erfolgreicher Clubtour durch Kanada und der dortigen Aufnahme des Albums "How much is the world?" im Frühjahr diesen Jahres gaben die Oldenburger Fury die Ehre, sie auf dem zweiten Leg der Color Fury Tour zu begleiten.
Mehr Infos zu Gallop gibt's unter www.thebandgallop.com Aber nun zum Gespräch über Erfahrungen, Hintergründe und Pläne mit den Akteuren Martin Gallop (Gesang + Gitarre), Joe Finck (Drums) und Rainer Lochmann (Bass).... |
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| Es gibt Verwirrung bezüglich Eurer Bandstruktur - spielt Ihr in dieser Formation immer zusammen? Joe: Jein.... wir spielen in letzter Zeit sehr oft als Trio, sind aber eigentlich ein Quartett. Unser Keyboarder Jörg Wockenfuß war nur in Braunschweig dabei - die Show dort lässt sich aber nicht hundertprozentig mit dem vergleichen was dabei rauskommt wenn Gallop komplett spielen, denn wir mussten ihn ja kurzfristig in unser Trio-Konzept reinpressen. Das ging leider nicht anders da wir nur einen Tag Zeit hatten. Normalerweise hat er schon ein wenig mehr Gewicht als man ihm dort zugestehen konnte. Heisst das, dass Ihr euren Sound wesentlich umstellen musstet ohne Keyboarder? Joe: Richtig, aber wir haben dabei gelernt was es mit sich bringt wenn man weniger Leute zur Verfügung hat.... das heisst nämlich nicht dass jeder andere mehr spielen muss, sondern dass man erkennt wo man noch mehr Lücken zulassen kann. Es ist etwas spärlicher geworden, damit aber auf eine gewisse Art und Weise mehr präsent und leichter verständlich. Wie habt Ihr euch gefunden, angesichts dessen dass Martin ja erstmal aus Kanada zuziehen musste? Martin: Hm.... ja, das ist so eineinhalb Jahre her... Joe: Nö - eins? Martin: Nee, Sommer 2001... Joe: Stimmt - Ok, das war just an dem Tag als ich aus einer Hamburger Band ausgestiegen war.... ich war gerade zu Hause und wollte mich von dem anstrengenden Tag erholen, als Gunnar anrief, der fünfte Mann der Band der aber mittlerweile ausgestiegen ist, und mir vorschlug es doch mal auszuprobieren mit dieser Band. Nach der ersten Probe war schon ziemlich klar dass es diese Konstellation über lange Zeit miteinander aushalten würde. Und so war es dann auch.... Mittlerweile haben wir uns ein wenig reduziert, Gunnar ist ausgestiegen aus stilistischen Gründen und wegen Solo-Ambitionen, wir haben es bei vieren belassen und somit die schon genannten Lücken oder Freiräume für jeden geschaffen. Und wie seid Ihr nun zum Fury support geworden? Joe: Wir wurden - schon als Trio weil Jörg mit einer anderen Band in Frankreich war - in Aurich gesichtet und Martin kam nach der Show mit Kai ins Gespräch. Das war dann auch der Ursprung der Entscheidung, zu dritt mitzukommen, also auch auf Wunsch von Fury. |
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"Stuck on you"
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| Und wie ist die Tour für Euch gelaufen? Joe: Perfekt! Rainer: Ja, wir hatten sehr viel Spaß mit der Band und der Crew, es war großartig für uns.... Und die Resonanz des Publikums, wie habt Ihr die empfunden? Rainer: Super! Joe: Joa...wie kann man sowas empfinden? Sonst ziehen wir so 200 Leute, und wenn dann da plötzlich so 800 und mehr stehen, ist das schon ziemlich gross.... Und wenn dann von diesen 800 zumindestens die Hälfte auf unserer Seite sind und mitgehen, dann ist das immer noch doppelt so viel wie sonst. Und wir sind ne Band, also finden wir das toll! (Rainer und Jörg umarmen sich lachend, denn Rainer muss los und bekommt als mitfühlende Worte zum Abschied mit auf den Weg:) Joe: Und küss nicht mehr zu viele Leute auf den Mund, Du bist zu krank! So, dann seid Ihr also auch krank geworden? Joe: Ich nicht! Ich hab jeden Abend brav Osborne getrunken und bin nicht krank, geh gerade noch durch.... Dann bist Du einer der wenigen.... Was sind jetzt Eure Pläne? Joe: Nachschieben! Wir haben Städte heissgemacht und dürfen jetzt eigentlich keine Zeit verlieren - vier, fünf Monate maximal und das was wir eventuell erreicht haben ebbt schon wieder ab. Wir werden also spielen, und zwar möglichst genau da, wo wir auch mit Fury waren. Und ne neue Platte? Joe: Gerne! Was heisst das - ja oder ja wär schön, aber geht nicht....? Joe: Ja, aber so was ist ja auch eine Kostenfrage.... Die letzte Platte war selbst produziert und wurde dann durch Bandübernahmevertrag veröffentlicht. |
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"How much is the world?"
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| Martin, was hat Dich ursprünglich nach Deutschland verschlagen? Martin: (zögert....) errrm... Joe: Komm, mach's einfach kurz.... (lacht) Martin: Hm, ja...ich habe einen Freund in Oldenburg besucht und bin einfach hängengeblieben... Ich habe mittlerweile in verschiedenen Bands und in vielen Musik- und Theaterprojekten mitgearbeitet und ich fühle mich zu Hause. Ist Oldenburg nicht ein ungewöhnliches Ziel? Die meißten bleiben in Berlin oder zumindestens in Hamburg hängen.... Joe: Städte sind egal - das sieht man auch besonders gut hier auf der Tour. Es relativiert sich wo man ist oder wann man wo ist, und die einzig wichtige Herkunft ist der Weg vom Nightliner zur Halle. Und es ist ja nicht so als könne man in einer Stadt wie Oldenburg nichts erleben... Martin: Kleinstädte haben ihre Vorteile... auch um musikalisch etwas zu entwickeln. Habt ihr auf lokaler Ebene noch andere musikalische Projekte? Joe: Also, ich nicht...außer dass Rainer und ich noch ein einer anderen Band spielen namens "Smells Funky". Ach ja, und dann spielen wir noch mit Martin's Quasi-Halbbruder Tim Hollingsworth, der auch aus Kanada zugezogen ist und in derselben Straße wohnt wie er, in dessen Band. Aber Gallop hat eindeutig Priorität. Und wenn Gallop boomt.....tja. Samson (Anm.: Fury's Soundmann) hat jedenfalls schonmal unsere Welttournee für 2005 geplant. Dann wünschen wir Euch dafür natürlich alles Gute....und für das was Ihr sonst noch vorhabt. Joe: Wir sind offen für alles was kommt. Und egal in welche Richtung es geht, wir sind keine 23 mehr und flippen schon nicht aus..... |